[ Pobierz całość w formacie PDF ]
Kriteriums methoden beseitigt werden kann.
Zielexplikation und Bewertungskriterien
106
Nutzenverrechnung legen ist, wenn sie gleichzeitig in allen
Bewertungskriterien niedrigere Nutzenwerte
Die Zusammenfassung der Teilnutzen-Werte hat. So ist etwa im Diagramm IV/12 das Objekt A
auf den Bewertungskriterien erfolgt im einfach- in beiden Kriterien dem Objekt U unterlegen;
sten Fall in linearer Form. Die einzelnen Krite- unabh�ngig davon, wie man diese Kriterien ge-
rien erhalten je nach ihrer (subjektiven) Bedeu- wichtet, w�rde immer f�r A daher ein niedrige-
tung ein Gewicht zugeschrieben, und der rer Gesamtnutzen als f�r U folgen, so da� A
Gesamtnutzen eines Evaluationsobjektes ergibt innerhalb der dort dargestellten Vergleichsob-
sich aus der damit gewichteten Summe der jekte niemals das beste sein kann. Aus gleichen
Nutzenwerte dieses Objektes in den einzelnen �berlegungen scheiden B, C und D aus. F�r die
Kriterien. Dieses Vorgehen wird zum Beispiel verbleibenden Objekte ist keine weitere Selekti-
bei MAUT gew�hlt, wo auch diese Art der Zu- on nach diesem Prinzip m�glich. Z hat zwar
sammenfassung formal dargestellt wurde (s.o.). den h�chsten Wert auf dem 1. Kriterium, ist
Eine so einfache Verrechnungsform ist aber aber den anderen im 2. Kriterium unterlegen,
nicht immer sinnvoll. Sie impliziert zum Bei- �hnliches gilt f�r U, X und Y.
spiel, da� ein Evaluationsobjekt mit durch-
schnittlichen Nutzenwerten auf den Bewer- Die Bildung der pareto-optimalen Teilmenge ist
tungskriterien den selben rechnerischen vor allem dann n�tzlich, wenn viele �Objekte�
Gesamtnutzen haben kann wie ein anderes, zu evaluieren sind und klare Verrechnungs-
da� auf einigen Kriterien sehr hohe, auf ande- regeln fehlen (gut anwendbar zum Beispiel bei
ren ganz geringe Nutzenwerte erbrachte. Sind Personalentscheidungen, Verpackungs- oder
nun die einzelnen Kriterien f�r verschiedene Textvarianten in der Werbung, Anbieter von
�Betroffene� unterschiedlich bedeutsam, w�re Weiterbildungsseminaren). Das Vorgehen lie-
eine solche �Gleichheit� rechnerischer Art in- fert i.A. keine endg�ltige Entscheidung, son-
haltlich nicht sinnvoll. Hinzu kommt, da� die dern nur eine Vorselektion der Objekte, die zu
Bildung von gewichteten Summen f�r die recht in die engste Wahl kommen.
Nutzenwerte die Messung auf dem Niveau von
mindestens Intervallskalen bedingt, was oft
nicht sinnvoll angenommen werden kann. Anwendung multipler cut-off-Strategien:
Unterstellt man vorsichtig-realistisch, da� die
Nutzenmessung von Ausnahmef�llen abgese- Auch wenn eine klare Zusammenfassung der
hen nur auf Rangskalen erfolgen kann und ins- einzelnen Nutzendimensionen fehlt, kann man
besondere eine Gewichtung der einzelnen Teil- h�ufig plausibel machen, da� auf den einzel-
aspekte �ber Personen bzw. Personengruppen nen Teilnutzenaspekten jeweils gewisse Min-
hinweg unterschiedlich sein k�nnen, so ist auf destwerte �berschritten werden m�ssen (dies
der Basis einer formalen Nutzenverrechnung hat auch den Vorteil, da� man mit Ordinal-
oft nur ein �screening� (damit meint man eine skalen bei der Nutzenmessung auskommt). Ein
m�glichst einfache Vorauswahl letztlich nicht Beispiel daf�r w�re etwa die Auswahl besonde-
relevanter Alternativen) der Evaluationsobjekte res guter Seminaranbieter f�r Weiterbildungs-
m�glich. Man kann sich dazu des Gedankens programme (es kommen nur solche in Frage,
des Bildens der �pareto-optimalen Teilmenge� die f�r die einzelnen Teildimensionen wie Lern-
bedienen, das Prinzip ist anhand von nur 2 erfolg, Seminarklima oder �bertragbarkeit der
Nutzendimensionen im Diagramm IV/12 darge- Inhalte Mindestwerte �berschritten haben),
stellt. Eine andere M�glichkeit sind Multiple- therapeutische Eingriffe (nur solche, die etwa
Cut-Off-Strategien. hinsichtlich unerw�nschte Nebenwirkungen
H�chstgrenzen nicht �berschreiten) oder die
Optimierung von Textgestaltungen (jeweils
Bilden von pareto-optimalen Teilmengen Mindest- bzw. H�chstwerte in L�nge, Verst�nd-
lichkeit, emotionale Anmutung und dgl.). Die
Die Idee dabei ist, da� eine Alternative unab- gleiche Denkweise ist auch typisch f�r die Aus-
h�ngig von der speziellen Gewichtung oder wahl von Personen auf der Basis von Einzelfall-
Verrechnung immer dann einer anderen unter- bewertungen, etwa in der Eignungsdiagnostik,
Zielexplikation und Bewertungskriterien
107
der Potentialabsch�tzung oder bei Plazierungs- techniken vgl. Klebert et al. 1988). Typische
aufgaben. Man spricht dort gerne von �Screen- Beispiele daf�r sind etwa Projektgruppen in
ing-Verfahren�. Eine solche formale Vorselek- Wirtschaft oder Verwaltung, Lehrerkonferen-
tion erleichtert auch bei Fehlen expliziter zen, Sitzungen von Therapeutenteams. F�r
Regeln der Nutzenverrechnung das weitere Vor- kompliziertere, spezielle Kenntnisse erfordernde
gehen, da die Zahl der noch zu ber�cksichti- Problemlagen ist es aber sinnvoll, zus�tzlich das
genden Objekte reduziert wurde. Zwischen den Wissen von Spezialisten (zum Beispiel Evalua-
verbleibenden Alternativen mu� anschlie�end toren) zus�tzlich einzubeziehen.
mit weniger formalisierten Verfahren entschie- In der Praxis finden sich f�r die Beteiligung
den werden. Eine M�glichkeit ist die Konsens- von Experten an der Entscheidungsfindung viele
findung unter Betroffenen (vgl. 4.3.3), eine an- institutionalisierte Vorgehensweisen, etwa
dere der Einsatz von �Experten�. Enquette-Kommissionen, Anh�rungen oder Be-
gutachtungen. Solche Methoden sind solange
weitgehend unproblematisch, als es um das
4.3.2 Expertengest�tzte
Darstellen von (wissenschaftlich) unumstritte-
Entscheidungsfindung nen Fakten geht. Setzen subjektive Bewertun-
gen mit ein oder sind die �Fakten� insbeson-
Am einfachsten ist die Zusammenfassung un- dere im Hinblick auf ihre Bedeutung und
terschiedlicher Aspekte durch eine pers�nliche Verursachung nicht so eindeutig beschreibbar
Einzelentscheidung (typisch in Teilen von (im sozialwissenschaftlichen Bereich gilt dies
Managementfunktionen, aber eher mit abneh- fast immer), bieten solche Anh�rungen manch-
mender Tendenz) oder der Versuch, auf der Ba- mal ein das Ansehen der Wissenschaft nicht
sis der empirischen Ergebnisse einen Gruppen- gerade f�rderndes Bild.
konsens herbeizuf�hren. Bei nicht besonders Zur Vermeidung solcher Mi�st�nde ist es an-
konfliktreichen Situationen gen�gt es oft, wenn gezeigt, anstatt �ffentlicher �Schauk�mpfe�
es gelingt, die f�r die jeweilige Entscheidung zumindest f�r politisch-emotional sehr umstrit-
zust�ndige oder davon unmittelbar betroffene tene Evaluationsfragestellungen Techniken ein-
Gruppe von Personen zusammenzuf�hren und zusetzen, die Rollenverhalten einschr�nken
unter sachgerechter, konsensf�rdernder Moti- und konsensbildend wirken. Einige Beispiele
vation diskutieren zu lassen (f�r Moderations- (etwa Meta-Plan) wurden bereits in den vorher-
Diagramm IV/12
Prinzip der Pareto-optimalen Teilmenge
Grundlagen Skizze des Entscheidungsverlaufes bei zwei
Nutzendimensionen
Liegt mehr als ein Bewertungskriterium vor, stellt sich
die Frage nach der Zusammenfassung der jeweiligen Die Alternative A ist auf beiden Dimensionen kleiner
Nutzenwerte zu einer Auswahlentscheidung. Unab- als U und wird ausgeschlossen, B und C werden von X
h�ngig von einer speziellen Gewichtung oder einer �bertroffen, D von Y. Die �brigen (U, X, Y, Z) k�nnen
anderen Verrechnungsvorschrift kann aber jede Alter- nicht ausgeschlossen werden; zwar wird z.B. Y von Z
[ Pobierz całość w formacie PDF ]